Lyon-Turin-Basistunnel: Sicherheit der Mitarbeiter 2.000 Meter unter den Alpen

Der euralpine Basistunnel Lyon-Turin ist das zentrale Bauwerk der grenzüberschreitenden Bahnverbindung zwischen Frankreich und Italien und eines der größten Bahninfrastrukturprojekte Europas. Auf einer Baustelle, auf der die Gebirgsüberdeckung 2.000 Meter übersteigen kann, ist die Sicherheit der Mitarbeiter unter Tage keine Pflichtübung. Sie entscheidet zwischen einem beherrschten Vorfall und einer Katastrophe.

Eine außergewöhnliche geologische Umgebung

Der euralpine Basistunnel Lyon-Turin (TELT) ist das Kernstück der transalpinen Bahnverbindung zwischen Frankreich und Italien und erstreckt sich über 57 Kilometer zweiröhrigen Tunnel. Die Arbeiten umfassen 71 Sicherheitsquerschläge und zahlreiche Nebenstollen und werden im Rahmen eines mehrjährigen Bauprogramms unter komplexen geologischen Bedingungen ausgeführt. Rund um die französischen Baustellen wie Saint-Martin-la-Porte übersteigt die Gebirgsüberdeckung über den Mitarbeitern stellenweise 2.000 Meter.

In diesen Tiefen verschärft sich jede Sicherheitsvariable. Brandrisiko, Bewetterung, Hitze und allein die für eine Evakuierung nötige Zeit nehmen stark zu. Ein Brandmeldesystem für den Tunnel und ein System für das Evakuierungsmanagement müssen über Dutzende Kilometer Vortriebsstrecke und Querschläge hinweg fehlerfrei funktionieren.

Schutz für mehr als 1.600 Mitarbeiter, jeden Tag

Das System WISE Safety Centric sichert die tägliche Arbeit von mehr als 1.600 Mitarbeitern auf dem Projekt und unterstützt das Management der Risiken, die mit dem Tunnelvortrieb in schwierigem Gebirge verbunden sind. Die Herausforderung ist permanent: Der Tunnel wächst jeden Tag, also muss die Sicherheitsinfrastruktur mitwachsen, ohne je eine Lücke in der Abdeckung zu lassen.

Neue Lösungen für ein einzigartiges Projekt

Die Besonderheiten der Arbeiten zwingen die Teams von NEOAXESS, laufend neue Lösungen zu entwickeln, um den einmaligen technischen Anforderungen eines Projekts dieser Tiefe und Größe gerecht zu werden. Standardanordnungen lassen sich selten unverändert übernehmen; jeder Stollen und jeder Arbeitsbereich wird von Fall zu Fall angepasst.

Mehr als 1.400 Sicherheits- und Kommunikationsgeräte

Bis zur Fertigstellung werden entlang der Trasse mehr als 1.400 Geräte installiert, die Sicherheits- und Kommunikationsfunktionen vereinen. Jedes bietet die drei Kernfunktionen von WISE auf einer einzigen Infrastruktur: einen resilienten Brandalarm über ein unabhängiges, gesichertes Netz, Notfallkommunikation für Sprache und Daten sowie die Ortung der Mitarbeiter in Echtzeit.

Warum die unabhängige Netzebene entscheidend ist

In einem tiefen Alpentunnel muss der Alarm die Mitarbeiter auch dann erreichen, wenn das Hauptdatennetz teilweise zerstört ist. Da die Brandalarme über eine separate, gesicherte Netzebene übertragen werden, kann das System sie unabhängig vom Kommunikationsnetz über große Entfernungen weiterleiten, sodass ein einzelner Ausfall die Warnung nicht verstummen lässt.

Das hier eingesetzte WISE-Sicherheitssystem vereint Brandmeldung, Notfallkommunikation und Personenortung in einem Netz.

NEOAXESS hat die Vergabe auf seiner Website bekannt gegeben: NEOAXESS für die Sicherung von Los 2 des Lyon-Turin-Tunnels ausgewählt (auf Französisch).

Eckdaten

  • 57 km zweiröhriger Tunnel
  • 71 Sicherheitsquerschläge
  • Über 1.600 täglich geschützte Mitarbeiter
  • Über 1.400 zu installierende Geräte
  • Gebirgsüberdeckung bis 2.000 m über den Arbeiten
  • Mehrjähriges Bauprogramm
  • Auftraggeber: TELT (Tunnel Euralpin Lyon Turin)

Häufig gestellte Fragen

Wie werden die Mitarbeiter im Lyon-Turin-Tunnel geschützt?
Das System WISE Safety Centric schützt mehr als 1.600 Mitarbeiter mit Brandmeldung, Notfallkommunikation und Ortung der Mitarbeiter in Echtzeit und wird mit dem Tunnelvortrieb fortlaufend erweitert.
Wie tief liegt der Lyon-Turin-Basistunnel?
Der zweiröhrige Tunnel ist 57 Kilometer lang; die Gebirgsüberdeckung über den Mitarbeitern übersteigt stellenweise 2.000 Meter, was die Risiken bei Brand, Bewetterung und Evakuierung deutlich erhöht.
Warum ein unabhängiges Netz für den Brandalarm?
Eine unabhängige, gesicherte Netzebene lässt Brandalarme auch dann durch den gesamten Tunnel weiterlaufen, wenn das Hauptdatennetz teilweise zerstört ist, sodass ein Vorfall den Alarm nicht verstummen lassen kann.

Arbeiten Sie an einem tiefen oder geologisch komplexen Tunnel?